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Unter welchen Bedingungen bietet sich eine Saat im Strohmulchverfahren an?

Bei späträumenden Vorfrüchten, wie zum Beispiel Stoppelweizen, aber auch unter trockenen Bedingungen kann der Anbau einer Zwischenfrucht problematisch sein, da oftmals ausreichend gleichmäßig und weit entwickelte Zwischenfruchtbestände nicht mehr etabliert werden können.

Hier bietet das Strohmulchverfahren deutliche Vorteile, indem das von der Vorfrucht verbleibende Stroh und die Stoppel als Mulchauflage genutzt werden. Wichtig ist bei dem Strohmulchverfahren, dass eine Stoppelbearbeitung nicht zu intensiv erfolgt, um eine ausreichend dichte Strohauflage zu erhalten (Bodenbedeckungsgrad möglichst größer 30%).

Als Voraussetzung für ein erfolgreiches Strohmulchverfahren gilt eine gleichmäßige Strohverteilung. Mit zunehmender Arbeitsbreite der Mähdrescher kann die Ungleichmäßigkeit der Strohverteilung zum Teil deutlich zunehmen. Durch den Einsatz eines Strohstriegels, der in einem Winkel von 35°-45° zu den Fahrgassen mit etwa 15 km/h Arbeitsgeschwindigkeit gefahren wird, können Ungleichmäßigkeiten ausgeglichen werden.

Zur Stoppelbearbeitung ist meist ein einmaliger flach arbeitender Grubbereinsatz im Oktober ausreichend.


 
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