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Was ist Mulchsaat?

Unter Mulchsaat versteht man ein System der Bodenbearbeitung und Aussaat, bei dem Pflanzenmulch (entweder Biomasse einer Zwischenfrucht oder Stroh der Vorfrucht) vor und nach der Aussaat die Bodenoberfläche bedeckt und diese so vor Erosion und Verschlämmung schützt. In der Regel wird bei Mulchsaat mit einer reduzierten Bodenbearbeitung gearbeitet.

Die Aussaat der Zuckerrüben kann als "Mulchsaat mit Saatbettbereitung" (MSmS) oder als "Mulchsaat ohne Saatbettbereitung" (MSoS) erfolgen. Letztere ist jedoch keine Direktsaat (s. u.). MSoS kann den höchsten Beitrag zum Erosionsschutz und zu einer stabilen Bodenstruktur leisten. Vor oder direkt nach der Aussaat kann der Einsatz eines nichtselektiven Herbizides empfehlenswert sein, da über Winter stark entwickelte Unkräuter im Nachauflauf nur noch schwer zu bekämpfen sind.

Soll zur Aussaat eine Saatbettbereitung durchgeführt werden, bieten sich Kreiseleggen oder Saatbettkombinationen an. Auf kalten Böden kann eine Saatbettbereitung die Erwärmung des Bodens und damit auch die Jugendentwicklung der Zuckerrüben fördern. Ein flacher Arbeitsgang ist meist ausreichend, um ein geeignetes Saatbett herzustellen. Die Aussaat sollte dann mit einem Einzelkornsägerät erfolgen, das mit Schneid- oder Räumscheiben ausgestattet ist.

Die Mulchsaat bei Zuckerrüben kann mit oder ohne den Anbau einer vorhergehenden Zwischenfrucht erfolgen. Wird auf den Anbau einer Zwischenfrucht verzichtet, spricht man von Strohmulchverfahren


 
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