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Werden Antibiotika immer wirkungloser, wenn Antibiotika-Resistenzen in Pflanzen eingebaut werden?

Wir nehmen mit der Nahrung täglich mindestens 1,5 Millionen Mikroorganismen, die natürlicherweise Antibiotika-Resistenzgene tragen, zu uns. Theoretisch ist die DNA-Übertragungswahrscheinlichkeit von Bakterium zu Bakterium höher als von pflanzlichen oder tierischen Zellen auf Bakterien. Es gibt aber bislang keinerlei Hinweis darauf, dass eines der unzähligen Gene, die wir täglich mit der Nahrung aufnehmen, jemals auf die Mikroorganismen unserer Darmflora übertragen worden wäre.

Grundsätzlich gilt, dass in der Pflanzenzüchtung nur Resistenzgene gegen solche Antibiotika eingesetzt werden sollen, die nicht in der Human- oder Tiermedizin Verwendung finden, um so der Entstehung von Antibiotika-Resistenzen in Mikroorganismen vorzubeugen. Die Pflanzenzüchtung hat die Problematik der Antibiotika-Resistenzen immer schon sehr ernst genommen, so dass an Alternativen gearbeitet wird.


 
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