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Zwischenfutter & Gründüngung

Gründüngung, gibt dem Boden Halt und fördert dessen Fruchtbarkeit!

Der Zwischenfruchtanbau bietet die Möglichkeit, die Erosionsgefahr in den gefährdeten Gebieten entscheidend zu vermindern. Der Bodenabtrag durch Wasser und Wind wird deutlich reduziert.

Durch die Anreicherung des Bodens mit organischer Masse wird die biologische Aktivität der Mikroorganismen und der Kleintiere des Bodens intensiviert. Dies fördert zum einen die Mobilisierung von Nährstoffen, und zum anderen wird das phytopathogene Potential im Boden reduziert.

Bodenverdichtungen, wie sie durch die Belastung der Böden mit schweren Maschinen beispielsweise hervorgerufen werden, kann durch eine Gründüngung vorgebeugt werden. Die Tragfähigkeit der Böden wird verbessert. Zudem ist organische Substanz, insbesondere bei leichten Böden, wichtig für die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Bei schweren Böden kann der Wasser- und Lufthaushalt und damit auch die Erwärmbarkeit des Bodens verbessert werden.

Phytosanitäre Wirkung

Der Zwischenfruchtanbau kann einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der Fruchtfolge leisten, sofern die Zwischenfrucht nicht selbst Wirtspflanze für Krankheitserreger und Schädlinge der Hauptkultur ist. Wichtig ist deshalb die Auswahl der geeigneten Arten.

In der Schweiz sind die Rübennematoden (Heterodera schachtii) glücklicherweise kein grosses Problem. Mit dem Einsatz von resistenten Zwischenfrüchten kann man aber eine vorbeugende Wirkung erzielen und ein überschreiten der Schadschwelle kann so eventuell verhindert werden. KWS hat speziell für die Nematodenbekämpfung Gelbsenf- und Ölrettichsorten gezüchtet.
Wichtig für einen hohen Bekämpfungserfolg ist die zeitige Aussaat nach einer frühräumenden Hauptkultur wie z. B. Wintergerste. Einerseits benötigen die Larven zum Schlüpfen hohe Bodentemperaturen und ausreichende Bodenfeuchtigkeit. Auf der anderen Seite ist eine intensive Entseuchung von der Ausbildung eines ausgeprägten Wurzelsystems abhängig. Für die frühe Aussaat sollten Sorten mit langer vegetativen Entwicklung gewählt werden. Denn bei vorzeitig einsetzender Blüte, wird das Wurzelwachstum eingestellt und damit keine weitere Entseuchungswirkung erzielt.

Eine phytosanitäre Wirkung läßt sich auch mit Pflanzen erzielen, die aufgrund ihrer Herkunft für einheimische Schaderreger keinen Wirt darstellen.
So hat sich beispielsweise Phacelia aufgrund ihrer Nematodenneutralität als ideale Gründüngungspflanze in den Rübenanbaugebieten erwiesen, in denen bislang keine Verseuchung vorliegt.
Ein anderes Beispiel: Im Kartoffelanbau zeigte sich nach Anbau von Ölrettich eine geringere viröse Eisenfleckigkeit.

So bauen Sie KWS Zwischenfrüchte sortengerecht an:

Art Saatzeitpunkt Menge Bemerkung                                                      
Ölrettich Juli-Sept. 20-25 kg/ha    Nematodenreduzierend
Gelbsenf Mitte Juli - Mitte Sept. 20-25 kg/ha Nematodenreduzierend
Phacelia bis Mitte August 10-12 kg/ha    feinkrümeliges Saatbett erforderlich
(Dunkelkeimer)
Sommerraps   10 kg/ha als Futter von Mitte September
 bis Oktober
Chinakohlrübsen Mitte Juli bis Anf. Sept. 8-10kg/ha friert sicher ab!
Grünschnittroggen Anf. Sept. bis Ende Okt. 160-200 kg/ha früher Schnitt im Frühjar

 

 

weiteres zu Zwischenfrüchte

Rundum versorgt: KWS AckerFit

KWS AckerFit Broschüre (pdf)

KWS AckerFit Vielfalt

(Bild: KWS AckerFit: Vielfalt)

Chinakohlrübsen

Stefan Engeler (links) und Lienhard Marschall besichtigen eine Chinakohlrübsen-Vermehrungsfläche.

Phacelia


 
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